Wir betreiben Tierschutz aus ethischen Gründen.
Wir empfinden Ehrfurcht vor dem Leben und Respekt vor den Tieren.

Die ersten Monate des Jahres

Sonnenaufgang Winter
Hundeauslauf im Winter02

Der Januar war ein richtiger Wintermonat. Kälte, häufiger Schneefall, geschlossene Schneedecke, trübe Tage und wenig Sonnenschein. Für die meisten unserer Tiere war dies kein Grund, Trübsal zu blasen. Ganz im Gegenteil, sie nahmen jede Gelegenheit wahr, auch diese Zeit zu geniessen.

Hundeauslauf im Winter 202

Im Januar und Februar herrschte im Tierheim auch wieder Hochbetrieb. Es besuchten uns viele Interessenten für Hunde und Katzen und es ergaben sich daraus auch mehrere sehr gute Vermittlungen. So fanden die Hunde Lucy und Benji ein wunderbares neues Zuhause, aber auch mehrere Katzen wechselten zu ihren neuen Familien. Die Anzahl der Zugänge hingegen war etwas geringer, so dass sich unser Bestand an Tieren leicht reduzierte.
Dem gegenüber war allerdings ein erhöhter Beratungs- und Gesprächsbedarf zu beobachten. Es ist leider immer noch so, dass sich die Menschen Tiere anschaffen oder anschaffen wollen, ohne darüber auch nur die geringste Sachkenntnis zu haben, z.B. über Hunderassen, die keinesfalls nur als Familienhunde anzusehen sind, sondern die eine Aufgabe brauchen, was man dem Hund nur mit entsprechender Erfahrung bieten kann. Was man diesbezüglich oft erlebt, ist einfach haarsträubend. Und immer wieder stehen auch Menschen vor unserer Tür, die ihre Tiere bei uns entsorgen wollen. Deshalb wollen wir dazu einige Anmerkungen machen.

 

Gesellschaft und Haustiere

Es gibt Menschen, deren Umgang mit Haustieren vorbildlich ist, deren ethische Einstellung gegenüber Tieren vernünftig ist und die über die erforderliche Sachkunde zur Haltung eines Haustieres verfügen. Unter solcherlei Voraussetzungen geht es Mensch und Tier gut. Diese Personengruppe und ihre Tiere verursachen so gut wie nie Probleme, bei denen Tierschützer und Tierheime gefragt sind und eingreifen müssen. Ganz im Gegenteil, von dieser Personengruppe erfahren wir häufig Hilfe und Unterstützung. Leider gibt es in unserer Gesellschaft aber auch eine gegenpolare Gruppe von Menschen, bei denen Tierethik und Sachkunde keine Rolle spielen und die uns Probleme, Ärger und Arbeit verursachen.

Abschied von Sherina 402

Positives Beispiel einer Familie mit richtiger Einstellung und Sachkunde, die eine Hündin von uns aufnahm.

Große Teile der Gesellschaft gehen mit dem Thema Haustiere viel zu leichtfertig, zu oberflächlich und extrem verantwortungslos um.
Die Entscheidung sich ein Haustier zuzulegen wird viel zu wenig durchdacht. Es wird nicht überprüft, ob man überhaupt die Sachkunde für die Haltung eines Haustieres hat und ob man mit den Konsequenzen so einer Entscheidung leben will und kann, z.B. das Tier sein Leben lang zu versorgen. Und den meisten Menschen ist es auch nicht bewusst, dass ein Tier ein Lebewesen und Mitgeschöpf ist, für das man mehr Verantwortung übernehmen muss als für eine Briefmarkensammlung, einen Buchklub oder den Besuch eines Tanzkurses.
Der Auslöser einer Entscheidung, sich ein Haustier zuzulegen hat oft egoistische Hintergründe, z.B.

  • eine Krise im persönlichen Bereich – ein Haustier muss die Lücke schliessen
  • die Kinder quengeln und wollen ein Tier – diesem Wunsch wird nachgegeben
  • man interessiert sich wirklich für ein Tier, beschafft es, bedenkt aber nicht die             Konsequenzen

Finden solche Menschen in so einer Situation den Weg zu uns, versuchen wir natürlich sie seriös zu beraten. Manchmal fällt unser Rat auf fruchtbaren Boden, in den meisten Fällen ist man jedoch taub für unsere Ratschläge und tut das, was man ohnehin tun wollte.

Sack mit Katzen k03

Ändert sich später die Ausgangssituation und / oder treten im täglichen Leben mit dem Haustier Schwierigkeiten auf, so löst man dieses neue Problem mit der gleichen Leichtfertigkeit, Oberflächlichkeit und Verantwortungslosigkeit. Einige Beispiele:

  • man ist nicht bereit Geld für Pflege und Tierarzt auszugeben
  • das Tier wird ausgesetzt, weil es nicht in die Urlaubspläne passt
  • das Tier wird im Tierheim abgegeben, wobei die unterschiedlichsten Ausreden vorgebracht werden
  • man erwartet ein Kind, das Tier muss weg
Blick in den Sack k03

So landen dann die zu entsorgenden Tiere bei uns, in einem alten, gut verschnürten Futtermittelsack. Das rechte Foto zeigt einen Blick in den Sack.
Die beiden Kätzchen wurden von uns versorgt und an ein gutes neues Zuhause vermittelt.

Ärgerlich ist die Geisteshaltung, die hinter so einem Verhalten steht.
Man hört anfangs nicht auf unseren Rat, handelt, d.h. legt sich ein Haustier zu, erlebt den Reinfall, ist nicht bereit die Konsequenzen zu tragen und erwartet, dass jemand anderer dafür gerade steht, d.h. das Tier übernimmt, die Pflege und Betreuungsarbeiten durchführt und vor allen Dingen alle damit zusammenhängenden Kosten übernimmt.
Man muss schon extrem verantwortungslos sein, um so eine Einstellung zu haben. In keinem anderen Bereich des täglichen Lebens funktioniert das so.
Sie müssen überall für das, was Sie verursachen selbst aufkommen und gerade stehen.

  • Sie kaufen ein, Sie müssen bezahlen
  • Sie gehen in ein Hotel, Sie müssen bezahlen
  • Sie gehen zum Arzt, Sie müssen bezahlen
  • Sie gehen in ein Pflegeheim, Sie müssen bezahlen
  • Sie entsorgen Müll, Sie müssen bezahlen
  • und so weiter

Nur wenn es um Tiere geht, soll dieses Prinzip nicht gelten? Hier gibt es den Tierschutzverein, der dies alles macht und der alles bezahlt! Wir haben in unserem Tierheim nämlich einen Esel, der goldene Eier legt und der uns mit dem Geld versorgt, dessen Ausgabe die Gesellschaft verursacht. So einfach ist das.

 

Ingo

Ingo

An den Mitmenschen, der solcherlei Ansprüche an den Tierschutz hat, seien doch Aussagen und Fragen gestattet.

  • Sie denken an den Tierschutzverein, wenn Sie ein Tier entsorgen wollen, das Tierheim fällt Ihnen aber nicht ein, wenn Sie sich ein Tier zulegen.
  • Warum bringen Sie das Tier nicht dorthin zurück, wo Sie es gekauft haben?
  • Warum hören Sie nicht auf unseren Rat, vor Anschaffung z.B. einen Allergietest machen zu lassen. Warum scheuen Sie sich nicht, eine Allergie ins Treffen zu führen oder als Ausrede zu verwenden, wenn Sie das Tier abgeben wollen?
  • Warum wollen Sie nur junge Tiere holen und warum haben Sie keine Skrupel alte Tiere abzugeben? Was soll mit alten und doch so liebenswerten Tieren geschehen?
  • Wie können Sie eine lebenslange Gesundheitsgarantie mit Rückgaberecht erwarten, wo selbst Sie als das höher entwickelte Gott-ähnliche Wesen schon krank waren und schon gar nicht vollkommen sind.
  • Wie können Sie bei Tieren immer nur 1A-Qualität verlangen, wo auch Sie Ihre Schwächen und Fehler haben?

Es kommt im Tierheim keine Freude auf, wenn so denkende und handelnde Zeitgenossen vor der Tür stehen.

Die Tierrechtsbewegung wird ebenso wenig siegen, wie die Menschenrechtsbewegung je siegen kann und wird – weil Dummheit und Schlechtigkeit der Menschen nie enden werden. Jeder der für das Gute kämpft, kämpft letztlich einen aussichtslosen Kampf.
Aber: Für jene Tiere und jene Menschen, denen wir helfen können, kann diese Hilfe den Unterschied zwischen Leben und Tod, zwischen Glück und Katastrophe bedeuten. Lassen wir uns also durch die Unmöglichkeit eines End- oder Gesamtsieges nicht davon abhalten, das zu tun, was möglich ist: kleine Oasen des weniger Leidens, nicht Leidens, manchmal sogar des Glücks zu schaffen, in einem Meer von Wahnsinn, Leiden und Tod.
                                                                                       Helmut F. Kaplan

 

Kirchentag Mensch und Tier

Wir finden es nicht richtig, wie die Gesellschaft mit dem Mitgeschöpf Tier umgeht. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt dabei, dass in unseren Kirchen das Thema Tiere eine untergeordnete Rolle spielt und nur von einigen wenigen Repräsentanten der Kirchen hin und wieder aufgegriffen wird. Daher begrüssen wir die Initiative der Aktion Kirche und Tiere (AKUT) anlässlich eines Kirchentags diese Thematik ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit zu rücken.
Wir geben nachfolgend eine Pressemitteilung des Veranstalters des Kirchentages AKUT wieder, verbunden mit den Bitten, am Kirchentag teilzunehmen und die Veranstalter zu unterstützen.

Kirchentag logo
Akut - Logo

Vom 27. – 29. August 2010 findet der erste ökumenische Kirchentag „Mensch und Tier“ in Deutschland statt. Der Veranstalter, „Aktion Kirche und Tiere“ (AKUT) e.V. bittet Kirchengemeinden und Einzelpersonen um Kollekten und Spenden, um diese bundesweit bisher einmalige Initiative zu unterstützen. Dieser Kirchentag erhält keinerlei kirchliche oder staatliche Zuschüsse.

Der Kirchentag „Mensch und Tier wird am letzten August- Wochenende in Dortmund stattfinden und mehr als 40 Einzelveranstaltungen, Ausstellungen und Konzerte umfassen.

Prominente Redner wie Eugen Drewermann, Barbara Rütting, Klaus-Peter Jörns, Franz Alt,Helmut Kaplan, Michael Aufhauser und andere haben bereits zugesagt. Zentrales Thema wird die Massentierhaltung sein. Tierschutz geht alle an. Er ist kein Luxus in guten Zeiten. Die Abschaffung der Massentierhaltung beispielsweise würde effektiv den Hunger in der Welt bekämpfen und wesentlich zum Schutz des Klimas beitragen. Deshalb will der Kirchentag Kirchenleute, Politiker und Verbraucher zu einem Umdenken aufrufen. Umfassende Massnahmen zum Schutz der Tiere tragen zur Rettung des Lebens aller Bewohner der Erde bei.

Spenden werden erbeten auf das Konto des Veranstalters. Informationen dazu über die Geschäftsstelle, Tel. 040-6426361 oder Internet: www.kirchentagmenschundtier.de

 

Der Rahmen unserer Arbeit ist der Verein*

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Vermittlungszimmer Weihnachten 0703

Das Zentrum unserer Arbeit ist unser Tierheim

Hof Winter 202
Hof Winter 102

 

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen unsere Schützlinge

Ratte

Tiere zur Vermittlung
für sie suchen wir ein Zuhause

- Hunde
- Katzen
- Kleintiere

Gnadenhoftiere
für sie suchen wir Patenschaften

- Hunde
- Katzen
- Kleintiere

Kätzchen

 

 

Lektüre

Unser neues Vereinsheft ist Anfang Dezember 2009erschienen.

Anruf genügt, wir schicken es ihnen gerne zu.

Heft 2009

Unsere Dachorganisation:
Deutscher Tierschutzbund: www.tierschutzbund.de

Eine Aktion unseres Vereins:
Vermittlungsinitiative Graue Schnauzen:
                                      
www.graue-schnauzen.de