Unser Tierheim ist wegen Renovierungsarbeiten und wegen des Urlaubes vieler
unserer Helferinnen und Helfer in der Zeit
vom 02. August bis 13. September
 geschlossen.

Besuche nur nach vorheriger telefonischer Vereinbarung.
Für Notfälle sind wir immer ereichbar.

Wir betreiben Tierschutz aus ethischen Gründen.
Wir empfinden Ehrfurcht vor dem Leben und Respekt vor den Tieren.

Sommer in unserem Tierheim

Im Sommer verlagert sich das Leben ins Freie. Unsere Aussengehege und die Freiläufe sind stark frequentiert. Die langen Sonnentage verführen unsere Helferinnen, ausgedehnte Spaziergänge mit unseren Hunden zu unternehmen. Die Kaffeepausen werden unter einem Schatten spendenden Pavillon verbracht. Der Sommer ist eine gute Gelegenheit für Mensch und Tier, einen wesentlichen Lebenssinn zu verwirklichen, nämlich das Leben zu genießen.

Mittagspause im Katzenfreilauf
Hundefreilauf02

Im Hundeauslauf

Mittagsschlaf im Katzenfreilauf

Gruppenspaziergang

Hundespaziergang unserer Jugendgruppe

Capucinopause

 

Dexter badet

Kaffeepause

Dexter nimmt ein Bad

Leiden lindern und Glück fördern sind Werte an sich. Letztlich vielleicht die einzigen Werte überhaupt.
                                                                                           Helmut F. Kaplan

Wenngleich im Sommer die positiven Ereignisse naturgemäss im Vordergrund stehen, so hat der Sommer natürlich auch seine Schattenseiten. Typisch für diese Zeit sind die Mähwerkunfälle. Eine Unzahl von Tieren hält sich auf Wiesen und Feldern auf. Neben Rehkitzen, Hasen und sonstigen Wildtieren, legen sich auch mal Katzen und Hunde gerne ins hohe Gras. Im Zuge des Gewinnstrebens aller in der Landwirtschaft Tätigen wird nicht mehr mit kleinen einfachen Geräten gearbeitet, es kommen vielmehr riesige landwirtschaftliche Erntemaschinen zum Einsatz. Schnittbreiten von ungefähr 10 Metern sind keine Seltenheit. Rast nun so eine Maschine auf ein in der Wiese ruhendes Tier zu, so hat es kaum Chancen zu entkommen.

Unfallkater Steppach

In unserem näheren Umkreis fanden wir kürzlich einen völlig zerfetzten Feldhasen. Anfang Juli wurden wir gebeten, eine offensichtlich verletzte Katze einzufangen. Mit Entsetzen stellten wir fest, dass die Katze schon Tage vorher in ein Mähwerk geraten war. Beide Vorderbeine waren abgetrennt. In den offenen Wunden wimmelte es von Maden. Die einzige Hilfe, die wir ihr gewähren konnten, war, sie von ihrem entsetzlichen Leiden zu erlösen.

Mähwerkkatze

Leider gibt es noch weitere schlimme Beispiele von in Not geratenen Tieren, mit denen wir in diesem Sommer konfrontiert wurden. Ein Hund aus schlechter Haltung, abgemagert und Ekzeme am ganzen Körper, ein von Strassenbauarbeitern in einem Feld gefundener, total ausgetrockneter und apathischer alter Hund, eine Vielzahl von schlecht gehaltenen Kaninchen, schwer kranke Katzen ohne Ende, 4 gerade geborene, im Wald entsorgte Katzenbabies, wovon nur noch eines lebte.

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kranker Hund
kranke Katze

Einige Beispiele in Not geratener Tiere, die kürzlich zu uns kamen.

All dieses Tierleid wird vom Menschen verursacht. Aus eigenem Antrieb wird er sein Verhalten nicht ändern. Ein Heimtiergesetz könnte vielleicht helfen. Im nachfolgenden Beitrag wollen wir dies näher erläutern.

Warum brauchen wir ein Heimtiergesetz?

Als Betreiber eines Tierheimes werden wir tagtäglich mit Vorfällen konfrontiert, bei welchen wir das auslöffeln müssen, was uns andere einerseits durch Leichtfertigkeit, Unbedarftheit und Dummheit und andererseits durch Gewinnsucht, Betrug und Verantwortungslosigkeit einbrocken. Darüber hinaus müssen wir dabei immer wieder erleben, dass die Gesellschaft die Tiere zum Sündenbock für all das macht, was die Menschen im Umgang mit den Tieren falsch machen.
Ein aus eigenem Antrieb entstehendes vernünftiges Verhalten im Zusammenhang mit unseren Heimtieren ist eher eine Ausnahme, Unvernunft und Verantwortungslosigkeit überwiegen.
So bedauerlich es auch sein mag, wir plädieren alleine schon aus unserer engen Sicht eines Tierheimbetreibers dafür, dass die fehlende Vernunft durch ein Heimtiergesetz gewissermassen verordnet werden muss.
Wenngleich es übergeordnete Sichtweisen und Argumente geben mag, wollen wir die Notwendigkeit eines Heimtiergesetzes aus unserer Tierheimsicht her ableiten
.

Womit wir in unserer Tierheimpraxis konfrontiert werden, haben wir zuvor schon angedeutet. Ergänzend seien weitere Beispiele genannt.

  • Ein Schäferhund wird auf der Autobahn aufgegriffen und als Fundtier zu uns gebracht
  • Ein kranker Terrier-Mix wird uns über den Zaun geworfen
  • Eine Katze wird, nur weil sie alt ist, zur Tötung zum Tierarzt gebracht, der dieses Ansinnen ablehnt und uns bittet das Tier aufzunehmen
  • Eigene Hunde und Katzen werden als Fundtiere deklariert und bei uns abgegeben, wobei wir natürlich das Gegenteil nicht beweisen können.
  • Heimtiere werden enteignet und bei uns untergebracht
  • Verletzte Tiere liegen am Strassenrand und werden von uns gerettet
  • Tiere werden abgegeben, weil man mit ihnen nicht mehr zurecht kommt, weil sie z.B. nicht stubenrein sind, weil sie ungehorsam sind, weil der Freund keine Tiere mag und dergleichen mehr.
  • Uns werden Fälle schlechter Tierhaltung gemeldet.
  • etc. etc.

Ein ganz großer Anteil dieser Vorfälle bräuchte gar nicht erst zu entstehen, wenn sich die Menschen verantwortungsbewusst und vernünftig verhalten würden oder aber wenn ein Heimtiergesetz einige Aspekte der Heimtierhaltung regeln würde.

Inhalte eines Heimtiergesetzes könnten sein:

 

Sissi und Johanna 2

Johanna und Sissi

Eine generelle Kennzeichnungs – und Registrierungspflicht für alle Haustiere (Chippen), um gegebenenfalls sofort den Halter ermitteln zu können.

  • Bei entlaufenen Tieren würden wir sofort die Rückgabe des Tieres durchführen können
  • Eigene Tiere könnten dem Tierheim nicht in betrügerischer Weise als Fundtiere untergejubelt werden
  • Halter, die ihre Tiere aussetzen, könnten sicher ermittelt werden

Nachweis der Sachkunde und der persönlichen Eignung zur Haltung eines Haustieres.

  • Menschen würden sich nicht völlig unvorbereitet ein Tier anschaffen können
  • Damit könnte auch erreicht werden, dass Fehlentwicklungen bei Tieren aufgrund ungeeigneter Haltungs– und Erziehungsmethoden minimiert werden. Es würde weniger verhaltensgestörte Tiere geben und somit würden auch weniger dieser Tiere bei uns landen.
  • Jeder Halter eines Hundes muss mit dem Hund Kurse bei einer Hundeschule belegen

Zucht, Import und Handel mit Tieren sind besser zu reglementieren

  • Wesens – und Gesundheitsprüfung für zur Zucht verwendete Tiere nach genauen behördlich vorgegebenen Kriterien, so dass negative Anlagen ( z.B. Krankheit, Aggression ), gar nicht erst weitergegeben werden können.
  • Importverbot für Tiere, bei denen die verantwortungsbewusste Zuchtauswahl der Elterntiere und eine verantwortungsbewusste Welpenaufzucht nicht gewährleistet werden kann.
  • Reglementierung und Überwachung von sogenannten Hobbyzuchten
  • Mit geeigneter Reglementierung dieser Bereiche wird von vorn herein erreicht, dass weniger Tiere im Umlauf sind, die letztlich im Tierheim landen.

Grundsätzliche Klarstellungen

  • Es muss glasklar geregelt werden, dass jemand, der sich ein Haustier anschafft, dafür bis ans Lebensende des Tieres voll verantwortlich ist, z.B. für Futter, tierärztliche Betreuung, korrekte Haltung etc. und natürlich für alle damit zusammenhängenden Kosten.
  • Bei Hunden ist eine Abrichtung auf gesteigerte Schärfe gegen Menschen oder andere Tiere grundsätzlich zu verbieten.
  • Kastrationspflicht für freilaufende Katzen ab dem 6.en Lebensmonat

Würden die genannten Themen gesetzlich geregelt und die Einhaltung dieser Gesetze auch wirklich sichergestellt sein, würden viele Probleme, die die Gesellschaft und die die Tierheime haben, deutlich geringer sein. Und es gäbe weniger Leid unter den Heimtieren.

Wildkaninchen
Miri mit Hunden

 

Achtung!!! Der Termin rückt immer näher! Achtung !!!

Kirchentag Mensch und Tier

Wir finden es nicht richtig, wie die Gesellschaft mit dem Mitgeschöpf Tier umgeht. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt dabei, dass in unseren Kirchen das Thema Tiere eine untergeordnete Rolle spielt und nur von einigen wenigen Repräsentanten der Kirchen hin und wieder aufgegriffen wird. Daher begrüssen wir die Initiative der Aktion Kirche und Tiere (AKUT) anlässlich eines Kirchentags diese Thematik ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit zu rücken.
Wir geben nachfolgend eine Pressemitteilung des Veranstalters des Kirchentages AKUT wieder, verbunden mit den Bitten, am Kirchentag teilzunehmen und die Veranstalter zu unterstützen.

Kirchentag logo
Akut - Logo

Vom 27. – 29. August 2010 findet der erste ökumenische Kirchentag „Mensch und Tier“ in Deutschland statt. Der Veranstalter, „Aktion Kirche und Tiere“ (AKUT) e.V. bittet Kirchengemeinden und Einzelpersonen um Kollekten und Spenden, um diese bundesweit bisher einmalige Initiative zu unterstützen. Dieser Kirchentag erhält keinerlei kirchliche oder staatliche Zuschüsse.
Der Kirchentag „Mensch und Tier wird am letzten August- Wochenende in Dortmund stattfinden und mehr als 40 Einzelveranstaltungen, Ausstellungen und Konzerte umfassen.
Prominente Redner wie Eugen Drewermann, Barbara Rütting, Klaus-Peter Jörns, Franz Alt,Helmut Kaplan, Michael Aufhauser und andere haben bereits zugesagt. Zentrales Thema wird die Massentierhaltung sein. Tierschutz geht alle an. Er ist kein Luxus in guten Zeiten. Die Abschaffung der Massentierhaltung beispielsweise würde effektiv den Hunger in der Welt bekämpfen und wesentlich zum Schutz des Klimas beitragen. Deshalb will der Kirchentag Kirchenleute, Politiker und Verbraucher zu einem Umdenken aufrufen. Umfassende Massnahmen zum Schutz der Tiere tragen zur Rettung des Lebens aller Bewohner der Erde bei.

Spenden werden erbeten auf das Konto des Veranstalters. Informationen dazu über die Geschäftsstelle, Tel. 040-6426361 oder Internet: www.kirchentagmenschundtier.de

 

Der Rahmen unserer Arbeit ist der Verein*

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Mitgliederversammlung
Gartenteich mit Schülergruppe

Das Zentrum unserer Arbeit ist unser Tierheim

Hof
Kleintierhaus mit Schülergruppe

 

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen unsere Schützlinge

Resi und Finn k  27.6.2010

Tiere zur Vermittlung
für sie suchen wir ein Zuhause

- Hunde
- Katzen
- Kleintiere

Gnadenhoftiere
für sie suchen wir Patenschaften

- Hunde
- Katzen
- Kleintiere

Nico

 

Lektüre

Unser neues Vereinsheft ist Anfang Dezember 2009erschienen.

Anruf genügt, wir schicken es ihnen gerne zu.

Heft 2009

Unsere Dachorganisation:
Deutscher Tierschutzbund: www.tierschutzbund.de

Eine Aktion unseres Vereins:
Vermittlungsinitiative Graue Schnauzen:
                                      
www.graue-schnauzen.de