Wir betreiben Tierschutz aus ethischen Gründen.
Wir empfinden Ehrfurcht vor dem Leben und Respekt vor den Tieren.

Aufbruch ins neue Jahr

Sonnenaufgang Winter03

Weihnachten im Januar

Am 19. en Januar besuchte uns eine kleine Abordnung der Auszubildenden der Martin Bauer Group aus Vestenbergsgreuth. Sie überbrachte uns eine grossartige Spende, die die Azubis durch den Verkauf von Pizzen am Höchstadter Weihnachtsmarkt und durch eine interne Sammlung erwirtschaftet hatten. Mit Freude und grosser Dankbarkeit haben wir dieses Weihnachtsgeschenk  in Höhe von 850,-- Euro entgegengenommen.

Martin BBauer Group

von links nach rechts:
Melanie Pavelka, Ilse und Herbert Kurz, Tierschutzverein Höchstadt
Kathrin Ehrhardt, Melissa Blackmon und Eva Beier (Ausbilderin), Martin Bauer Group

Die Martin Bauer Group ist ein weltweit agierendes und intern- ational führendes Familienunter- nehmen im Anbau, der Veredelung und Vermarktung pflanzlicher Produkte für die Tee-, Getränke- und phytopharmazeutische Industrie. Soziales Denken und Handeln sind Bestandteile der Unternehmenskultur von Martin Bauer. Diese Geisteshaltung ist schon bei den Azubis des Unternehmens deutlich zu spüren. So führen sie verschiedenartige Aktionen durch, deren Erlöse sie dann an unterschiedliche soziale und gemeinnützige Einrichtungen spenden. Den Azubis, ihren Be- treuerinnen und der Firma gebühren Respekt und Anerkennung.

Die Spende ist zweckgebunden. Sie wird zur Beschaffung von Hundefutter verwendet. Darüber freuen sich unsere 22 Hunde, die wir zur Zeit in unserem Tierheim beherbergen, denn damit ist ihre Versorgung für mehr als 2 Monate sichergestellt.

Martin Bauer Group 3

Bei einem Rundgang durch das Tierheim und durch Gespräche mit den Mitarbeitern des Tierheims verschafften sich die Besucherinnen einen Überblick über die zu leistende Tierschutzarbeit, die Ursachen dafür und die Schwierigkeiten, die damit verbunden sind.

Es war schön, Menschen getroffen zu haben, die Interesse und Mitgefühl für Tiere empfinden und die es für richtig und wichtig erachten, in Not geratenen Tieren zu helfen.

Winterbetrieb im Tierheim

Verwöhnt vom Winter vorigen Jahres warten wir seit Wochen schon auf Schnee und eine romantische winterliche Landschaft. Es steht für uns ausser Zweifel, dass Hunde liebend gerne im Tiefschnee herumtollen und auch gerne und lange durch verschneite Landschaften spazieren gehen, wie es im nebenstehenden Foto aus dem Vorjahr zu ersehen ist. Natürlich machen wir auch in diesem Winter unsere Spaziergänge, allerdings auf matschigen Wegen und nassen Wiesen. Dementsprechend nass und verschmutzt kommen unsere Ausflügler dann zurück ins Tierheim, wodurch  Mehrarbeit für unsere Helferinnen und Helfer entsteht, aber, was sein muss, muss sein!

Evita 10.12.2010

Evita

Lucy und Bert

Lucy und Bert

Anders sieht es bei den Katzen aus. Sie stört das schmuddelige Winterwetter nicht. Sie geniessen ihr Dasein in der warmen Stube. Gemütlich kuscheln und schlafen, fressen und ein wenig spielen, so kann man die trüben Tage auch recht gut verbringen. Gelegentliche Störungen durch Besucher werden gnädig in Kauf genommen. Dies wird eindrucksvoll bestätigt durch ein super Foto, aufgenommen von unserem Vereinsmitglied Anja L.

Geflügel im Schmuddelwinter02

Unsere Entengruppe

Unsere anderen Tierheimbewohner, wie zum Beispiel unser Geflügel und unsere Schafe sehen das Schmuddelwetter gelassen. Sie begeben sich ins Freie so wie immer und ziehen ihre Kreise. Schlechtes Wetter irritiert sie nicht.

Und was machen unsere Helferinnen und Helfer? Es erübrigt sich zu erwähnen, dass an erster Stelle die Erledigung der Arbeiten im Tierheim steht. Aber, die Winterzeit lädt natürlich verstärkt dazu ein, nachzudenken und zu diskutieren - und wie könnte es in einem Tierheim anders sein - über das Thema Tierschutz in all seinen Facetten. Dies geschieht in letzter Zeit in zunehmendem Ausmass und mit grosser Ernsthaftigkeit. Dabei gewinnt ein Thema immer mehr an Bedeutung, nämlich der grauenhafte Umgang mit den Nutztieren. Unter dem Titel “ Leben statt Leiden ” hat unser Mitglied Dirk Lenssen eine Kampagne entwickelt, die die Menschen für dieses Thema sensibilisieren soll. Einige Aspekte dieser Kampagne wollen wir darstellen.

 

Leben, Leiden und Sterben der Nutztiere

Transport0302

Die Kampagne LEBEN STATT LEIDEN ist ein Versuch, mittels Bildern und Botschaften das Leiden der Tiere aufzuzeigen. Es ist ein Versuch, mit dem wir die Menschen dazu bringen möchten, sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden. Ein Versuch, mit  dessen Hilfe die Menschen zum Nachdenken gebracht werden sollen. Ein Versuch, der dabei helfen möchte, sich das eigene Fehlverhalten einzugestehen, und der vielleicht sogar einen Anfang einleitet, die eigenen Gewohnheiten zu verändern. Es ist ein Versuch, die unbeschreiblichen Gräueltaten, welche wir an den Tieren begehen, zumindest ansatzweise aufzuzeigen.

Es ist ein Aufruf, dass JEDER etwas verändern kann. Ein Aufruf: damit wir alle endlich handeln.

Leben

Das Wichtigste und Wertvollste was ich habe, ist mein Leben. Egal an welche Götter wir glauben, was wir für wichtig oder belanglos erachten, welche Vergangenheit und welche Ziele wir haben: Alles ist nur möglich, weil wir leben dürfen. Vielleicht ist es ja das einzige Leben, das wir bekommen. Und niemand weiss, wie lange es noch dauern wird. Mein Leben ist ein Geschenk, es gehört mir, so wie Ihnen Ihr Leben gehört. So wie jedem Lebewesen das eigene Leben gehört. Und niemandem sonst.

Ferdinand und Franzi, im Hintergrund Kater Jack

Ferdinand mit Franzi

Leiden
Können Sie sich daran erinnern wann Sie das letzte mal gelitten haben? Ich meine richtig gelitten. Oder wie es war, als Sie so starke körperliche Schmerzen hatten, dass Sie es kaum mehr aushalten konnten? Bauchschmerzen fallen mir da ein und Zahnschmerzen oder Schmerzen nach einer Operation.
Und wann hatten Sie das letzte mal seelische Schmerzen? Trauer um einen geliebten Menschen, der verstorben ist, Verzweiflung, Sehnsüchte, Herzschmerz. Viele haben dabei das Gefühl, ihnen würde die Brust gequetscht, und sie bekämen kaum noch Luft.
Wann hatten Sie das letzte Mal Angst? Angst vor körperlichen Schmerzen? Angst vor seelischem Leid? Angst vor dem Tod?.

Dirk Schwein k

Glück sieht anders aus!

Mir fällt es nicht leicht, mich in diese Erinnerungen hineinzuversetzen, wenn es mir gerade gut geht. Ich bleibe immer sehr weit weg von dem, wie es wirklich war, wie es wirklich ist. Zudem bin ich davon überzeugt, dass meine Schmerzen, mein Leid, so furchtbar sie mir auch erscheinen, relativ gering sind. Gering im Vergleich zu dem Leiden, was viele andere aushalten müssen.

Aber vielleicht ist es auch gar nicht notwendig, sich zu erinnern. Vielleicht befinden Sie sich ja mitten drin, vielleicht leiden Sie in diesem Moment, und haben gerade jetzt, während Sie diese Worte lesen, starke Schmerzen, Kummer, Ängste

Freiheit
Wir haben viele Bedürfnisse. Sie sind natürlich davon abhängig, welche Grundbedürfnisse bereits erfüllt sind. Das Bedürfnis nach einem neuen Auto wird wohl erst dann eintreten, wenn mein Bedürfnis nach Nahrung, Sicherheit und Gesundheit erfüllt ist. Welche Bedürfnisse sind aber die elementaren, welche sind uns allen am wichtigsten, welche wollen wir unbedingt erfüllen? Zwei gehören sicherlich dazu: das Bedürfnis nach Leben (Schutz, Sicherheit, Überleben), und das Bedürfnis nach Unversehrtheit (kein Leiden, keine Schmerzen, Gesundheit).

In der Geschichte der Menschheit ging es aber oft auch noch um ein drittes Bedürfnis, dessen Befriedigung oft verhindert wurde, durch Unterdrückung, Herrschaft und Ausnutzung. Ein Bedürfnis, welches die Menschen immer wieder verteidigen müssen. Unser Wunsch nach Selbstbestimmung, danach, selbst entscheiden zu können, wie wir leben wollen, und unser Wunsch nach Freiheit hinsichtlich unserer Handlungen.

Huhn

Gefangenschaft auf engstem Raum

SA500772

Lola und Tammy

Gemeinsamkeiten
Tiere und Menschen sind unterschiedlich. Einige unterscheiden sich von uns durch die Anzahl ihrer Beine, oder durch die Beschaffenheit ihrer Haut. Tiere  unterscheiden sich von uns hinsichtlich des Bewusstseins, Intelligenz, Körperform, Fähigkeiten und, und, und.
Aber es gibt auch viele Gemeinsamkeiten. Und genau um die geht es: Wir alle leben, wir sind alle empfindungsfähig, wir haben alle den Wunsch nach Selbstbestimmung. Tiere und Menschen. Und daraus leiten sich die folgenden, elementaren Grundbedürfnisse ab, welche für beide gelten:

Tiere und Menschen haben das Bedürfnis nach

  • Leben
  • Unversehrtheit
  • Freiheit

Verantwortung

Die Frage ist nun, ob wir den Tieren diese Bedürfnisse zugestehen, ob wir die Größe und Empathie haben, sie in unsere Moral mit einzubeziehen. Oder ob wir andere Lebewesen aufgrund willkürlicher Eigenschaften diskriminieren. Beim Rassismus werden Lebewesen aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit diskriminiert. Beim Sexismus werden Lebewesen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit diskriminiert. Und beim Speziesismus werden Lebewesen aufgrund ihrer Spezieszugehörigkeit diskriminiert.

Ob wir das nun wollen oder nicht: Wir alle bestimmen, wie mit den Grundbedürfnissen unserer Mitwelt umgegangen wird: mit unserem Konsumverhalten.

Jeden Tag entscheiden Sie sich mehrmals, ob Sie Tierprodukte konsumieren oder nicht. Beim Essen, beim Einkaufen von Lebensmitteln, bei der Wahl Ihrer Kleidung, bei der Gestaltung Ihrer Freizeit.
Alle Tierprodukte, ob Fleisch, Milch, Eier, Leder, Pelz, Daunen oder andere, entstehen mittels Ausbeutung, Sklaverei und Folter.

Einkaufskorb 2

Auch vegetarisch und vegan lässt es sich gut leben

Jeder, der sich ernsthaft, und frei von anerzogenen und erlernten Meinungen und Vorstellungen, mit unserem Umgang mit Tieren beschäftigt, wird feststellen: ob Bio, ob sogenannte "artgerechte Haltung", trotz Gesetzen und Kontrollen:
1. Die Produktion von Tierprodukten hat immer zur Folge, dass Leben vernichtet wird.
2. Die Produktion von Tierprodukten hat immer zur Folge, dass Tieren Schmerzen und unvorstellbares Leid zugefügt wird.
3.
Die Produktion von Tierprodukten hat immer zur Folge, dass Tiere unterdrückt, versklavt, ausgenutzt und ihrer Freiheit beraubt werden.

Entscheidung

Wir bestimmen durch unser Konsumverhalten, wie unsere Gesellschaft die Tiere behandelt. Wir bestimmen, ob sie eine Chance bekommen, in Freiheit und möglichst leidfrei zu leben. Oder ob wir sie weiterhin ausbeuten, ihnen Schmerzen und Leid zufügen und ihnen ihr Leben wegnehmen, nur um unsere Lust nach kurzem Gaumenkitzel oder unsere Eitelkeit zu befriedigen. Auf welcher Seite wollen Sie stehen? Wofür treten Sie in Ihrem Leben ein? Sollen die Tiere leben oder leiden? Sie entscheiden!

Sau mit Ferkel mittel02 Massenhaltung Schweine innen02

Leben in Freiheit

Massentierhaltung

 

Zuhause gesucht

Und neben diesem überwältigenden Thema des Missbrauches der sogenannten Nutztiere bitten wir nicht zu vergessen, dass in unserem Tierheim Hunde, Katzen und Kleintiere auf ein neues Zuhause warten. Drei dieser wunderbaren Lebewesen seien hier stellvertretend für all unsere vermittelbaren Schützlinge vorgestellt.

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Mia

Nele

Wulle Wulle

Schäferhund
weiblich
Alter ca. 1 1/2 Jahre,
kommt aus schlechter Haltung
wunderbares Wesen,

kommt aus schlechter und gefährlicher Haltung, ist ca. 8 Monate alt, kam gemeinsam mit Mutter und Bruder zu uns, wird nur mit ihrem Bruder vermittelt

Schnauzer - Mischling
weiblich,
Alter ca. 5 Jahre
blitzgescheit,
noch etwas übergewichtig

Weitere Heimatsuchende sind in der Rubrik Unsere Tiere zu finden

 

Unsere Arbeit

Tiere sind die Lebewesen auf unserer Erde, die, bis auf wenige Ausnahmen, in extremer Art und Weise ausgebeutet, missbraucht, misshandelt und getötet werden. Der Verursacher dieser Hölle für Tiere ist der Mensch, sowohl als Täter als auch als Nutzniesser der an Tieren begangenen Untaten. Gerade die Nutzniesser sind die Gruppe von Menschen, die durch ihr Verbraucherverhalten die Maschinerie des Leidens und Tötens der Tiere ermöglichen und in Funktion halten. In den allermeisten Fällen ist dies den Menschen nicht bewusst, entweder weil sie die Zusammenhänge einfach nicht erfasst haben oder weil sie sie verdrängen. Aus dieser Situation heraus ergeben sich für den Tierschützer zwei Aufgaben:

       1) Bewusstmachen dieser Zusammenhänge = Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit
       2) Hilfe für in Not geratene Tiere = Tierheimarbeit

In beiden Bereichen sind wir aktiv.

Tierheimarbeit
Ethikvortrag 21

Vortrag über Ethik und Tierschutz in Bamberg

Hundebetreuung durch unsere Mitarbeiter

 

Animail 2011 - 2012

Unser neues Vereinsheft
ANIMAIL 2011 -12
 ist da.

Anruf genügt, wir schicken es Ihnen zu.

Links:

Unsere Dachorganisation:
Deutscher Tierschutzbund: www.tierschutzbund.de

Eine Aktion unseres Vereins:
Vermittlungsinitiative Graue Schnauzen:
                                      
www.graue-schnauzen.de