MdL Frau Alexandra Hiersemann zu Besuch im Tierheim

Alexandra Hiersemann, Mitglied des Bayerischen Landtags, hat die Einladung unseres Vereins angenommen, sich vor Ort über unsere ganz konkrete Arbeit  zu informieren und sich unsere Anliegen schildern zu lassen.

Uns freut das sehr, denn Besuch aus der Politik hatte es vorher noch nicht gegeben. Tierschutz ist eine so wichtige gesellschaftliche Aufgabe, aber sie ist in Bayern immer noch weitestgehend reine Privatsache der Mitglieder in den Tierschutzvereinen. Wir Tierschützer fühlen uns im Allgemeinen von der Politik weder auf Regional-, noch auf Landes- oder Bundesebene wirklich wahrgenommen“, MdL Hiersemann weiß, wie sehr die extreme finanzielle Unsicherheit allen Tierheimen zu schaffen macht. Sie berichtet von bislang vergeblichen Versuchen, im Landtag eine Stärkung der finanziellen Ausstattung der Tierheime durch staatliche Unterstützung  durchzusetzen.

Auf einem Rundgang durch den schönen ehemaligen Bauernhof, der zum Tierheim umgebaut ist, erfährt MdL Frau Hiersemann Einzelheiten der konkreten Tierheimarbeit. Aber uns liegen darüber hinaus nicht nur die so genannten „Haustiere“ am Herzen. „Die Situation von Tieren in der Unterhaltungsindustrie, der Forschung und vielfach der Landwirtschaft schreit zum Himmel. Angesichts nitrathaltigen Grundwassers, eines rapide voranschreitenden Artensterbens und der massiven Beteiligung der Fleischproduktion am Klimawandel geht es mittlerweile wirklich nicht nur den Tieren, sondern dem Menschen selbst an den Kragen.

Mit Stolz erfüllt uns, dass gerade viele junge Helferinnen und Helfer in ihrer Freizeit zupacken. Auf die junge Generation setzen wir große Hoffnungen. Daher sind immer wieder Schulklassen im Tierheim willkommen und Vereinsmitglieder, die Lehrkräfte sind, beziehen Tierschutz- und Tierethikthemen in geeigneter Form in ihre Arbeit an den Schulen ein (zum Beispiel am Gymnasium Herzogenaurach und der Realschule Herzogenaurach). Einen Schritt weiter wird diese pädagogische Arbeit durch das Vereinsmitglied Eric Seuberth, stud.phil, getragen: Ihn können Schulen, aber auch kirchliche und gesellschaftliche Gruppen „buchen“ als Referent für Unterrichtsstunden, Vorträge, Workshops zu Themen der Tierethik (Kontakt gerne über das Tierheim Oberndorf).

Auch wenn die Herausforderungen immens sind, – Aufgeben ist keine Option. Alexandra Hiersemann kann dem nur zustimmen. Hier halten wir es mit H. Kaplan: „Jeder, der für das Gute kämpft, kämpft letztlich einen aussichtslosen Kampf. Aber: Für jene Tiere und jene Menschen, denen wir helfen können, kann diese Hilfe den Unterschied zwischen Leben und Tod, zwischen Glück und Katastrophe bedeuten.“

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